{"id":14,"date":"2015-10-13T09:53:43","date_gmt":"2015-10-13T07:53:43","guid":{"rendered":"http:\/\/127.0.0.1\/giannimaran\/?page_id=14"},"modified":"2015-10-13T17:22:57","modified_gmt":"2015-10-13T15:22:57","slug":"paolo-maurensig","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.giannimaran.it\/de\/paolo-maurensig\/","title":{"rendered":"Critica di Paolo Maurensig"},"content":{"rendered":"<p>Seine Malerei war f\u00fcr mich eine wirkliche \u00dcberraschung. Meist verfolge ich K\u00fcnstler, die es lieben, sich auf sich selbst zu besinnen, die ihre eigenen Grenzen bewusst ziehen, und habe angesichts der Explosion von Farben in seinen Werken, der gl\u00e4nzenden Galaxien, dieser schillernden Mosaiken, ein Gef\u00fchl von Zufriedenheit versp\u00fcrt. Ich w\u00fcsste nicht, wie ich es anders erkl\u00e4ren sollte.<\/p>\n<p>Zuerst muss man ihm seine Originalit\u00e4t anrechnen: etwas, das in einer Welt, in der alle versuchen, sich in einem bekannten Trend wiederzufinden, oft mit Argwohn betrachtet wird. Zweitens das Risiko (eines der unanfechtbaren Merkmale f\u00fcr Kunst), das sich aus der Nichtzugeh\u00f6rigkeit ergibt, dem Risiko also, dass die Wahl, einen entschiedenen Strich zu verwenden, um eine klare Gestalt der Figur zu erhalten, ohne Ungenauigkeiten und Fehler, unecht erscheint, verseucht von der Grafik, und dass es nicht zur\u00fcckkehrt in den \u00fcblichen Kanon der Kritik, welche h\u00e4ufig das Pigment dem Objekt vorzieht.<\/p>\n<p>Zur Originalit\u00e4t muss ich sagen, dass wenn ich jemals gedacht habe, eine Antwort in der Wiederholung einer Figur zu finden, dann erinnert mich das entfernt an das Werk Eschers. Ich beeile mich aber zu pr\u00e4zisieren, dass wenn in Letzterem das feine intellektuelle Spiel mit sich selbst \u00fcberwiegt, das Objekt in den malerischen Darstellungen von Maran, multipliziert \u201aad infinitum\u2019, eine Zelle eines eigenen Organismus wird, vorausgesetzt es wird in der richtigen Perspektive gesehen und \u00e4sthetisch genossen.<\/p>\n<p>Ich halte es f\u00fcr unangebracht, die Quellen seiner Inspiration in einer nostalgischen R\u00fcckkehr in die Vergangenheit zu suchen, in seiner Kindheit, die er in seiner geliebten Heimatstadt Grado verbracht hat, und in der Erinnerung an seinen Vater, der Fischer war. Auch wenn er selbst Freude daran empfindet, dar\u00fcber zu sprechen, d\u00fcrfen wir nicht vergessen, dass Gianni Maran, au\u00dfer ein Maler und Bildhauer zu sein, auch ein vielseitiger K\u00fcnstler (Kost\u00fcm- und B\u00fchnenbildner, Theaterregisseur, Kinematograph) ist und dass er eine sehr klare Vorstellung von der Welt hat, in der er t\u00e4tig ist.<\/p>\n<p>Ein unvermeidliches Symbol in seinen Darstellungen: Der Fisch, ein Objekt, das so zersplittert sein kann, dass er sich als Funke im pr\u00e4chtigen Schweif eines Kometen verlieren kann, oder im Vordergrund erscheint, so stark \u00fcbertrieben, dass er die Szene in einer hyperrealistischen Metaphysik beherrscht, aber immer mit dem auf uns starrenden Auge mit dem eingekreisten Punkt, wie das Fish-Eye aus der Fotographie, oder \u2013 wieso nicht? \u2013 der konvexe Spiegel Eschers, w\u00e4hrend er uns beobachtet und uns sieht, unf\u00f6rmig und deformiert, wie wir nie glauben w\u00fcrden zu sein.<\/p>\n<h5>Paolo Maurensig<\/h5>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seine Malerei war f\u00fcr mich eine wirkliche \u00dcberraschung. Meist verfolge ich K\u00fcnstler, die es lieben, sich auf sich selbst zu besinnen, die ihre eigenen Grenzen bewusst ziehen, und habe angesichts der Explosion von Farben in seinen Werken, der gl\u00e4nzenden Galaxien, dieser schillernden Mosaiken, ein Gef\u00fchl von Zufriedenheit versp\u00fcrt. Ich w\u00fcsste nicht, wie ich es anders &#8230; <span class=\"more\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.giannimaran.it\/de\/paolo-maurensig\/\">[Read more&#8230;]<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["entry","page","publish","author-admin_gmaran","post-14"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.giannimaran.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.giannimaran.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.giannimaran.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.giannimaran.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.giannimaran.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.giannimaran.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104,"href":"https:\/\/www.giannimaran.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14\/revisions\/104"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.giannimaran.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}